Adrenalin, Konzentration und grenzenlose Freiheit Ein Moment, der für immer bleibt
Ein unvergesslicher Moment über den Wolken
Nach vielen Monaten intensiver Vorbereitung war es endlich so weit: Unser Flugschüler durfte bei besten Wetterbedingungen seinen ersten Soloflug absolvieren. Zahlreiche Ausbildungsstunden, theoretische Prüfungen, praktische Kontrollen und unzählige Momente des Lernens führten zu genau diesem besonderen Augenblick – dem ersten Start ganz allein im Cockpit.
Für unseren Flugschüler bedeutete dieser Flug weit mehr als nur einen weiteren Ausbildungsabschnitt. Zum ersten Mal ohne Fluglehrer abzuheben, eigene Entscheidungen zu treffen und sich vollständig auf das eigene Können zu verlassen, ist ein Erlebnis, das jeden Piloten nachhaltig prägt. Zwischen Anspannung, höchster Konzentration und purem Adrenalin entstand genau das Gefühl, weshalb so viele Menschen vom Fliegen begeistert sind: grenzenlose Freiheit über den Wolken.
18.06.2026
Bis zu diesem ersten Alleinflug musste jedoch eine Vielzahl anspruchsvoller Ausbildungsinhalte erfolgreich absolviert werden. Neben intensiven Praxisstunden standen vor allem theoretische Themen wie Aerodynamik, Navigation, Luftrecht, Meteorologie, Funkkommunikation sowie Technik und Verhalten in besonderen Flugsituationen auf dem Ausbildungsplan. Gerade das richtige Einschätzen von Wetterlagen, Windverhältnissen und sicherheitsrelevanten Entscheidungen spielt in der Motorflugausbildung eine entscheidende Rolle.
Auch praktisch werden Flugschüler Schritt für Schritt auf den Soloflug vorbereitet. Präzise Starts und Landungen, Notverfahren, kontrollierte Flugmanöver, Orientierung im Luftraum sowie sichere Funkkommunikation müssen zuverlässig beherrscht werden, bevor ein Flugschüler erstmals allein starten darf. Erst wenn Fluglehrer und Ausbildungsleitung überzeugt sind, dass alle Anforderungen sicher erfüllt werden, erfolgt die Freigabe für diesen besonderen Moment.
Mit dem erfolgreichen Soloflug rückt nun auch die abschließende praktische Prüfung immer näher. Die Ausbildung zeigt eindrucksvoll, wie viel Disziplin, Verantwortung und Präzision hinter dem Traum vom Fliegen stehen. Gleichzeitig ist sie aber auch geprägt von einzigartigen Erfahrungen, moderner Technik und unvergesslichen Momenten in der Luft.
Die Motorflugausbildung verbindet Leidenschaft mit Professionalität und eröffnet Perspektiven, die weit über das eigentliche Fliegen hinausgehen. Teamgeist, technische Fähigkeiten, Entscheidungsstärke und Selbstvertrauen entwickeln sich mit jedem einzelnen Flug weiter.
Du möchtest die Welt ebenfalls aus einer neuen Perspektive erleben und selbst Pilot werden? Dann werde Teil unseres Vereins und entdecke die faszinierende Welt der Fliegerei. Gemeinsam begleiten wir dich professionell auf deinem Weg vom ersten Ausbildungsflug bis zum eigenen Soloflug – und vielleicht schon bald bis zur erfolgreichen Pilotenlizenz.
Saisonstart für Privatpiloten - Die schönsten Flugtage des Jahres
Wenn die Flugsaison beginnt
Mit steigenden Temperaturen und länger werdenden Tagen startet für viele Pilotinnen und Piloten die schönste Zeit des Jahres. Frühling und Sommer bieten ideale Bedingungen für Ausflüge in die Luft, ausgedehnte Streckenflüge und spontane Flugabenteuer.
In dieser Zeit erwachen auch die Flugplätze zu besonderem Leben: Fliegertreffen, gemeinsame Ausflüge und Veranstaltungen bringen Pilotinnen und Piloten zusammen und schaffen Raum für Austausch, neue Kontakte und die Entdeckung spannender Flugziele.
Die kommende Saison verspricht erneut zahlreiche unvergessliche Momente über beeindruckenden Landschaften – und viele besondere Erlebnisse, die die Faszination der Fliegerei immer wieder aufs Neue erlebbar machen.
15.01.2026
Saisonstart für Privatpiloten - Meterologische, operationelle und organisatorische Aspekte der Flugsaison
Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit startet in vielen Regionen Europas traditionell die Hauptflugsaison für Privat- und Ultraleichtpiloten. Besonders in Mitteleuropa sind die Monate zwischen Frühling und Frühherbst durch günstigere meteorologische Bedingungen, längere Tageslichtphasen und stabilere Wetterlagen gekennzeichnet. Diese Faktoren ermöglichen eine höhere Flugbetriebsfrequenz sowie längere Streckenflüge im Sichtflug (VFR – Visual Flight Rules). Für viele Pilotinnen und Piloten stellt der Saisonbeginn daher einen wichtigen Zeitpunkt dar, um sowohl fliegerische Fähigkeiten zu reaktivieren als auch neue Flugziele zu erschließen.
Meteorologische Rahmenbedingungen der Flugsaison
Aus meteorologischer Sicht profitieren Privatpiloten in der warmen Jahreszeit häufig von stabileren Hochdrucklagen, die mit guter Sichtweite, geringer Bewölkung und moderaten Windverhältnissen einhergehen. Insbesondere im Frühling und Frühsommer treten in Mitteleuropa häufig sogenannte thermisch stabile Vormittagsbedingungen auf, die für ruhige Flugbedingungen sorgen.
Mit zunehmender Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf können jedoch auch thermische Turbulenzen oder konvektive Entwicklungen entstehen. Diese sind vor allem in den Nachmittagsstunden zu erwarten und können – abhängig von der Luftmassenschichtung – zu lokalen Schauern oder Gewittern führen. Für VFR-Piloten bleibt daher eine sorgfältige meteorologische Flugvorbereitung essenziell. Hierzu gehören unter anderem:
- Analyse aktueller METAR- und TAF-Meldungen
- Bewertung von Wetterradar- und Satellitenbildern
- Berücksichtigung von lokalen Wind- und Thermikentwicklungen
Eine fundierte meteorologische Einschätzung trägt maßgeblich zur Flugsicherheit und Entscheidungsqualität im Cockpit bei.
Saisonale Vorbereitung von Luftfahrzeugen
Neben der fliegerischen Vorbereitung spielt auch die technische Überprüfung des Luftfahrzeugs zum Saisonbeginn eine zentrale Rolle. Gerade nach längeren Standzeiten während der Wintermonate empfiehlt sich eine gründliche technische Kontrolle. Diese umfasst typischerweise:
- Überprüfung der Motor- und Kraftstoffsysteme
- Kontrolle von Ölstand, Kühlung und Filtern
- Inspektion von Reifen, Bremsanlage und Fahrwerk
- Funktionsprüfung der Avionik- und Navigationssysteme
Auch bei Ultraleichtflugzeugen und Vereinsmaschinen ist es üblich, vor Beginn der intensiveren Flugsaison eine zusätzliche Sichtprüfung sowie gegebenenfalls eine Wartung nach Herstellerangaben durchführen zu lassen. Eine sorgfältige technische Vorbereitung erhöht nicht nur die Betriebssicherheit, sondern trägt auch zur langfristigen Werterhaltung des Luftfahrzeugs bei.
Flugbetriebliche Aspekte für Privatpiloten
Der Saisonbeginn bietet vielen Pilotinnen und Piloten die Möglichkeit, ihre fliegerischen Fertigkeiten nach längeren Pausen gezielt aufzufrischen. In der allgemeinen Luftfahrt hat sich hierfür der Begriff des sogenannten „Seasonal Proficiency Flights“ etabliert.
Typische Inhalte eines solchen Trainingsfluges können sein:
- Wiederholung von Start- und Landeverfahren
- Übung von Platzrunden und Anflugverfahren
- Training von Navigations- und Funkverfahren
- Wiederholung grundlegender Notverfahren
Viele Flugvereine und Flugschulen empfehlen zudem, die ersten Flüge der Saison gemeinsam mit einem Fluglehrer oder erfahrenen Sicherheitspiloten durchzuführen. Diese Vorgehensweise dient der Auffrischung fliegerischer Routinen und unterstützt eine sicherheitsorientierte Entscheidungsfindung.
Streckenflüge und fliegerische Perspektiven
Mit längeren Tageslichtphasen erweitern sich auch die Möglichkeiten für Streckenflüge und Ausflüge zu anderen Flugplätzen. Besonders in der Privatfliegerei sind sogenannte „Cross-Country Flights“ ein zentraler Bestandteil der fliegerischen Praxis.
Durch moderne Navigationssysteme, elektronische Flugplanung und digitale Flugkarten können Piloten heute komplexere Flugrouten effizient vorbereiten. Dennoch bleibt die klassische Navigationsplanung – bestehend aus Kursberechnung, Windkorrektur und Treibstoffmanagement – ein fundamentaler Bestandteil der Flugvorbereitung.
Viele Pilotinnen und Piloten nutzen die Saison außerdem für:
- gemeinsame Fly-Outs zu regionalen Flugplätzen
- Teilnahme an Fliegertreffen und Luftfahrtevents
- Ausbau persönlicher Flugerfahrung und Streckenkompetenz
Diese Aktivitäten fördern nicht nur die individuelle Flugpraxis, sondern stärken auch den fachlichen Austausch innerhalb der allgemeinen Luftfahrtgemeinschaft.
Fazit
Der Beginn der Flugsaison markiert für Privat- und Ultraleichtpiloten einen wichtigen Abschnitt im jährlichen Flugbetrieb. Die Kombination aus günstigen meteorologischen Bedingungen, längeren Flugtagen und verstärkter fliegerischer Aktivität eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für Training, Weiterbildung und fliegerische Erlebnisse.
Gleichzeitig bleibt eine strukturierte Flugvorbereitung, die Berücksichtigung meteorologischer Faktoren sowie eine sorgfältige technische Kontrolle des Luftfahrzeugs unverzichtbar. Durch eine verantwortungsvolle und sicherheitsorientierte Herangehensweise können Pilotinnen und Piloten die kommende Saison optimal nutzen – und viele eindrucksvolle Stunden in der Luft erleben.
Moderne Cockpit-Technologie
Digitale Navigation im Aufwind
Digitale Tools verändern die Privatfliegerei zunehmend. Elektronische Flugplanung, Tablet-Navigation und moderne Cockpit-Displays unterstützen Pilotinnen und Piloten bei der Flugvorbereitung und während des Fluges.
Programme wie digitale Flugkarten, Wetterbriefings und Traffic-Informationen ermöglichen heute eine präzisere und komfortablere Navigation als je zuvor.
Diese Technologien ergänzen klassische Navigationsmethoden und tragen dazu bei, Flüge effizienter, sicherer und besser planbar zu machen.
Moderne Cockpit-Technologie in der Privatfliegerei – Digitale Navigation und ihre Bedeutung für Sicherheit und Effizienz
Die technologische Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte hat die allgemeine Luftfahrt (General Aviation) erheblich verändert. Während Cockpits früher überwiegend aus analogen Instrumenten und papierbasierter Navigation bestanden, nutzen viele Privat- und Ultraleichtpiloten heute digitale Navigationssysteme, elektronische Flugplanung und vernetzte Informationsplattformen. Diese Technologien tragen dazu bei, die Situational Awareness (Lagebewusstsein) der Pilotinnen und Piloten zu verbessern und die Flugvorbereitung sowie die Durchführung eines Fluges effizienter zu gestalten.
Gleichzeitig bleibt die Nutzung digitaler Systeme stets eingebettet in die bestehenden luftrechtlichen und flugbetrieblichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich des Sichtflugs nach Visual Flight Rules (VFR).
Digitale Flugplanung als Grundlage moderner Navigation
Ein zentraler Bestandteil moderner Cockpit-Technologie ist die digitale Flugplanung. Spezialisierte Softwarelösungen ermöglichen es Piloten, Flugrouten präzise zu planen, aktuelle Luftraumstrukturen zu berücksichtigen und relevante flugbetriebliche Informationen in die Planung einzubeziehen.
Digitale Flugplanungsprogramme integrieren häufig mehrere Datenquellen, darunter:
- aktuelle Luftfahrtkarten und Luftraumstrukturen
- NOTAM-Informationen (Notice to Airmen)
- meteorologische Daten und Prognosen
- Informationen zu Flugplätzen und Frequenzen
Die Integration dieser Daten in einer einzigen Planungsumgebung erleichtert die strukturierte Vorbereitung eines Fluges erheblich. Insbesondere bei längeren Streckenflügen ermöglicht die Software eine effiziente Berechnung von Kursen, Distanzen, Windkorrekturen sowie Treibstoffbedarf.
Elektronische Flugtaschen (Electronic Flight Bags)
Eine der wichtigsten Innovationen im Cockpit der allgemeinen Luftfahrt ist die sogenannte Electronic Flight Bag (EFB). Dabei handelt es sich in der Regel um Tablet- oder Smartphone-basierte Anwendungen, die eine Vielzahl flugbetrieblicher Informationen digital bereitstellen.
Elektronische Flugtaschen können unter anderem folgende Funktionen erfüllen:
- Anzeige von digitalen Luftfahrtkarten
- Darstellung der aktuellen Flugposition auf der Karte (Moving Map)
- Zugriff auf Anflugkarten und Flugplatzinformationen
- Integration von Wetterdaten und Luftraumwarnungen
- Berechnung von Gewichts- und Schwerpunktdaten
Durch diese Funktionen können Piloten während des Fluges eine deutlich verbesserte situative Orientierung im Luftraum erreichen. Besonders bei komplexeren Luftraumstrukturen oder bei Streckenflügen über größere Distanzen stellt die Moving-Map-Darstellung eine wichtige Unterstützung dar.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass elektronische Systeme keine vollständige Ersatzfunktion für grundlegende Navigationsfähigkeiten darstellen. Klassische Methoden wie Kartenlesen, Kursberechnung und visuelle Orientierung bleiben wesentliche Bestandteile der Pilotenausbildung.
Integration moderner Avioniksysteme
Parallel zur Verbreitung mobiler Navigationslösungen haben sich auch die Avioniksysteme in vielen Flugzeugen und Ultraleichtflugzeugen weiterentwickelt. Moderne Cockpits nutzen zunehmend sogenannte Glascockpits, bei denen mehrere analoge Instrumente durch digitale Displays ersetzt werden.
Diese Displays können verschiedene Fluginformationen bündeln, beispielsweise:
- Fluglage und Attitude-Informationen
- Geschwindigkeit und Höhe
- Navigationsdaten
- Motorüberwachungsparameter
Durch die zentrale Darstellung relevanter Flugdaten wird die Informationsaufnahme im Cockpit strukturiert und übersichtlich gestaltet. Viele Systeme ermöglichen darüber hinaus eine Integration mit GPS-Empfängern und Autopiloten, wodurch Navigationsinformationen direkt in die Flugführung eingebunden werden können.
Verkehrsinformationen und Kollisionsvermeidung
Ein weiterer technologischer Fortschritt betrifft die Darstellung von Luftverkehrsinformationen in Echtzeit. Systeme wie ADS-B (Automatic Dependent Surveillance – Broadcast) oder FLARM-basierte Lösungen ermöglichen es, andere Luftfahrzeuge in der Umgebung digital darzustellen.
Diese Systeme tragen wesentlich zur Verbesserung der Verkehrsübersicht im Luftraum bei, insbesondere in Regionen mit hoher Dichte an VFR-Flügen oder im Umfeld von Flugplätzen.
Die Anzeige von Verkehrsinformationen kann Piloten helfen,
- andere Luftfahrzeuge frühzeitig zu erkennen
- mögliche Annäherungen zu identifizieren
- Ausweichmanöver rechtzeitig einzuleiten
Trotz dieser technischen Unterstützung bleibt das „See and Avoid“-Prinzip weiterhin ein grundlegendes Sicherheitskonzept im Sichtflug.
Mensch-Maschine-Interaktion im Cockpit
Mit zunehmender Digitalisierung gewinnt auch die Ergonomie und Bedienbarkeit der Systeme an Bedeutung. Moderne Cockpit-Technologien sind so konzipiert, dass sie Informationen klar strukturiert darstellen und eine intuitive Bedienung ermöglichen.
Dennoch erfordert der Umgang mit digitalen Systemen eine angemessene Schulung und regelmäßige Praxis. Studien im Bereich der Luftfahrtpsychologie zeigen, dass eine übermäßige Abhängigkeit von Automatisierung zu sogenannten Automation Bias-Effekten führen kann. Daher ist es entscheidend, dass Pilotinnen und Piloten stets ein fundiertes Verständnis der zugrunde liegenden Navigationsprinzipien behalten.
Fazit
Digitale Cockpit-Technologien haben die Privatfliegerei in den letzten Jahren nachhaltig verändert. Elektronische Flugplanung, mobile Navigationssysteme und moderne Avionik ermöglichen eine präzisere Flugvorbereitung, eine verbesserte Situational Awareness und eine effizientere Navigation.
Gleichzeitig bleibt die Kombination aus technologischer Unterstützung, fundierter Ausbildung und verantwortungsbewusstem Entscheidungsverhalten der entscheidende Faktor für sichere Flüge.
Für Privat- und Ultraleichtpiloten bietet die kontinuierliche Weiterentwicklung digitaler Cockpit-Technologien somit nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch die Chance, die Sicherheit und Qualität der allgemeinen Luftfahrt langfristig weiter zu verbessern.
Vom Traum zum Take off - Der erste Soloflug!
Ein großer Schritt Richtung grenzenloser Freiheit!
Zu Beginn dieses Jahres haben unsere drei Flugschüler ihren ersten Solo-Flug absolviert – ein unvergesslicher Moment in jeder Pilotenlaufbahn. Nun neigt sich ihre Ausbildung dem Ende zu, und die letzten großen Prüfungen stehen bevor. Mit jedem Flug kommen sie ihrer Pilotenlizenz näher – und damit auch dem Traum von grenzenloser Freiheit über den Wolken.
18.05.2025
Neue Sprechfunkverfahren veröffentlicht
Neue Regelung für Flugfunk und Betriebsleitung - was sich geändert hat
Seit rund zwei Monaten gelten die neuen Grundsätze für den Flugfunk an Flugplätzen ohne Flugverkehrsdienst sowie für die Betriebsleitung an diesen Plätzen. Dennoch bestehen bei vielen Piloten – und auch bei Flugleitern – weiterhin Fragen zur praktischen Umsetzung. Ein kürzlich erschienener Artikel im Fliegermagazin bringt hierzu mehr Klarheit und liefert hilfreiche Einordnungen.
06.12.2024
Nachrichten für Luftfahrer zu den neuen Sprechfunkverfahren an unkontrollierten Plätzen kurz erklärt
Ein ausführlicher Beitrag im Fliegermagazin beleuchtet die Unterschiede zwischen dem neuen und dem bisher gültigen Sprechfunkverfahren. Der Artikel enthält zudem Verweise auf die beiden relevanten Nachrichten für Luftfahrer (NfL) und bietet eine hilfreiche Orientierung zu den aktuellen Regelungen. Eine klare Empfehlung für alle, die sich mit den Änderungen im Flugfunk vertraut machen möchten. Sollten dennoch Fragen offen bleiben, steht euch unsere Flugfunk-Expertin Uschi jederzeit gerne zur Verfügung.
Endlich: kostenloses AIP VFR online
AIP VFR jetzt kostenlos verfügbar
Darauf haben viele VFR-Piloten in Deutschland lange gewartet: Die Deutsche Flugsicherung stellt das Luftfahrthandbuch AIP VFR nun vollständig und kostenfrei online zur Verfügung. Damit haben Pilotinnen und Piloten jederzeit Zugriff auf aktuelle Flugplatzkarten und wichtige Informationen für die Flugvorbereitung. Doch das AIP VFR bietet weit mehr als nur Karten – es enthält zahlreiche zusätzliche Inhalte, die für einen sicheren und gut geplanten Flug von großer Bedeutung sind.
09.01.2023
Nachrichten für Luftfahrer zu den neuen Sprechfunkverfahren an unkontrollierten Plätzen kurz erklärt
Einführung in das AIP
Die Abkürzung AIP steht für Aeronautical Information Publication – das offizielle Luftfahrthandbuch für die zivile Luftfahrt. In Deutschland wird es von der Deutschen Flugsicherung (DFS) herausgegeben und folgt den internationalen Vorgaben der International Civil Aviation Organization (ICAO).
Für Pilotinnen und Piloten ist das AIP eine der wichtigsten Grundlagen für die Flugplanung. Es enthält umfangreiche Informationen zu Verfahren, Lufträumen, Flugplätzen sowie zu nationalen Regelungen der Luftfahrt in Deutschland.
Alle Inhalte sind sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache verfügbar.
Das AIP VFR ist in sechs Hauptabschnitte gegliedert. Einige der wichtigsten Bereiche, die für die praktische Flugvorbereitung besonders relevant sind, stellen wir euch im Folgenden vor.
Warum das AIP VFR kostenfrei verfügbar ist
Die kostenfreie Veröffentlichung des AIP VFR erfolgte nicht ausschließlich aus eigenem Antrieb der DFS. Hintergrund war unter anderem die Diskussion über die öffentliche Zugänglichkeit luftfahrtrelevanter Informationen, die letztlich dazu führte, dass das Dokument kostenlos bereitgestellt wird.
Parallel dazu vertreibt die Eisenschmidt GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der DFS, weiterhin kostenpflichtige Abonnements und ergänzende Produkte rund um Luftfahrtinformationen.
Das veröffentlichte AIP VFR ist zwar vollständig und frei zugänglich, weist jedoch in der digitalen Nutzung noch Einschränkungen auf. Beispielsweise fehlen aktuell komfortable Funktionen wie eine integrierte Suche oder direkte Verlinkungen innerhalb des Dokuments. Ob und wann hier Verbesserungen folgen, bleibt abzuwarten.
Nutzung des AIP VFR in Praxis und Ausbildung
Trotz dieser Einschränkungen ist das AIP VFR ein wertvolles Werkzeug für Flugvorbereitung, Ausbildung und operative Planung.
Jeder Abschnitt beginnt mit einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis, das den schnellen Zugriff auf die einzelnen Kapitel ermöglicht. Dadurch lassen sich wichtige Informationen gezielt finden, zum Beispiel:
- Betriebszeiten von ED-R-Gebieten
- Erläuterungen zu Symbolen der Luftfahrtkarten
- Flugplatzkarten für den nächsten geplanten Flug
Mit etwas Orientierung bietet das AIP somit einen umfassenden und zuverlässigen Überblick über die luftfahrtrelevanten Informationen in Deutschland.
Aufbau des AIP VFR
Zur besseren Orientierung ist das AIP VFR in mehrere Hauptbereiche gegliedert.
GEN – General Information
(Allgemeine Informationen)
- GEN 1 – Nationale Regelungen und Anforderungen
- GEN 2 – Tabellen und Abkürzungen
- GEN 3 – Dienste
- GEN 4 – Gebühren für Flugplätze und Flugsicherungsdienste
ENR – Enroute Information
(Streckeninformationen)
- ENR 1 – Allgemeine Regeln und Verfahren
- ENR 2 – ATS-Luftraum
- ENR 3 – ATS-Strecken
- ENR 4 – Funknavigationsanlagen und Systeme
- ENR 5 – Navigationswarnungen
- ENR 6 – Streckenkarten
AD – Aerodromes
(Flugplätze)
- AD 1 – Einführung Flugplätze
- AD 2 – Flugplätze
- AD 3 – Hubschrauberlandeplätze
Neue Bekannte und alte Freunde
Ein Blick hinter die Kulissen unseres Vereins
Im Rahmen des Tags der Vereine öffnete die Landessegelflugschule Thüringen ihre Türen und bot Interessierten gemeinsam mit engagierten Vereinsmitgliedern einen spannenden Einblick in das Vereinsleben.
Bei der Veranstaltung Anfang September hatten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, den Flugbetrieb näher kennenzulernen, Fragen rund um die Fliegerei zu stellen und mehr über unsere Gemeinschaft zu erfahren. Zahlreiche Gespräche, persönliche Eindrücke und die Begeisterung für den Luftsport machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis.
Ein besonderes Highlight war unsere Tombola, bei der Flüge mit dem Motorsegler, dem Gyrocopter und dem Segelflugzeug verlost wurden – eine einmalige Chance, die Faszination des Fliegens selbst zu erleben.
20.09.2022
Bei einem gemütlichen Kaffeetreffen auf dem Flugplatz Jena-Schöngleina (EDBJ) bot sich zudem die schöne Gelegenheit, mit ehemaligen Vereinsmitgliedern ins Gespräch zu kommen. In entspannter Atmosphäre wurden viele gemeinsame Erinnerungen und Geschichten aus vergangenen Flugtagen wieder lebendig.
Besonders erfreulich ist das Ergebnis der Veranstaltung: Drei neue Flugschüler konnten für den Verein gewonnen werden, von denen einer bereits aktiv mit seiner fliegerischen Ausbildung begonnen hat.
Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung. Der Vorstand bedankt sich herzlich bei allen Vereinsmitgliedern, die mit ihrem Engagement und ihrer Unterstützung zum Erfolg dieses Tages beigetragen haben.
Die Landessegelflugschule tankt ab 2023 Wasserstoff
Auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft der Fliegerei
Schon heute arbeiten wir an einem zukunftsweisenden Projekt: der Umrüstung unseres Motorseglers auf Wasserstoffantrieb. Ziel ist es, bereits in der Flugsaison 2023 erste Flüge mit dieser innovativen Technologie durchführen zu können.
Im Zuge der Umrüstung wird der bisherige Motor durch eine Gasturbine ersetzt. Zusätzlich werden ein druckfester Wasserstofftank sowie weitere technische Systeme integriert, die für den sicheren Betrieb mit Wasserstoff erforderlich sind.
Parallel dazu bereiten wir auch unsere Vereinsmitglieder auf den Umgang mit der neuen Technologie vor. In Schulungen vermitteln wir unter anderem, wie Wasserstoff unterwegs erzeugt und genutzt werden kann.
Mit diesem Projekt möchten wir einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung und Nachhaltigkeit der Luftfahrt leisten und gleichzeitig neue technologische Wege im Luftsport erproben.
01.01.2022
Luftsport trifft Wissenschaft - unser Falke wird wasserstoffbetrieben
Was in der kommerziellen Luftfahrt noch Zukunftsmusik ist, wollen wir im kleinen Maßstab bereits heute erproben: Ab 2023 planen wir, unseren Motorsegler Falke mit Wasserstoff zu betreiben. Damit würde unser Verein einen Schritt in Richtung nachhaltiger Luftfahrt wagen – lange bevor diese Technologie im breiten Luftverkehr zum Einsatz kommt.
Während der Winterarbeiten ab Dezember dieses Jahres möchten wir uns daher intensiv mit dem Umbau unserer Vereinsmaschine beschäftigen. Unterstützung erhalten wir dabei von den beiden Wissenschaftlern Henry Cavendish und Antoine Laurent de Lavoisier vom Zentrum für Angewandte Wasserstoffforschung in der Luftfahrt sowie ihrem internationalen Forschungsteam.
April April!
Freust du dich schon auf die ersten Fortschritte unseres Wasserstoff-Falken?
Dann müssen wir dich leider enttäuschen.
Denn auch wenn weltweit intensiv an nachhaltigen Antriebstechnologien geforscht wird, sind Flugzeughersteller, Flugplatzbetreiber und Behörden in Deutschland bislang noch nicht so weit, erneuerbare Energien in Serienflugzeuge zu integrieren.
Mit diesem kleinen Aprilscherz möchten wir dennoch zum Nachdenken anregen: Vielleicht trägt er dazu bei, dass Entscheidungsträger die Entwicklung nachhaltiger Luftfahrt künftig noch stärker unterstützen – damit die Privatfliegerei nicht irgendwann nur noch eine schöne Erinnerung bleibt.
In diesem Sinne: April, April!
Blick in die Zukunft der Luftfahrt
Wer sich intensiver mit erneuerbaren Energien in der Luftfahrt beschäftigen möchte, dem empfehlen wir einen Blick auf die Website des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Im Dossier „Emissionsfreies Fliegen“ wird das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und durch zahlreiche weiterführende Beiträge ergänzt.